Liegerad

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Ein Liegerad sieht einem Fahrrad sehr ähnlich. Allerdings besitzt es im Gegensatz zu einem normalen Fahrrad keinen Sattel sondern einen Schalensitz. Auch die Pedale sind beim Liegerad nicht in der Mitte sondern vorne zusammen mit dem Tretlager. Mit einem Liegerad zu fahren ist nicht schwieriger als mit einem herkömmlichen Rad, allerdings wird zu Beginn etwas Zeit benötigt um sich an die Position zu gewöhnen. Das Liegerad durfte kurz nach seiner Erfindung an Wettbewerben teilnehmen und hielt bis 1938 fünf Jahre lang den Stundenweltrekord. 1934 wurde das Liegerad vom Wettkampf ausgeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt nahm die Popularität, die das Liegerad zuvor erreicht hatte, stark ab und wurde erst in den 1980er Jahren wieder überwunden. Die Entwicklung wurde aber weiter betrieben, so dass das aus dem Liegerad das Velomobil von Mochet entstand, das bis heute als das schnellste Fahrzeug gilt, das von Menschenkraft angetrieben wird. Seit dem Jahr 2000 gewinnt das Liegerad seine Popularität zurück und hat heute 30.000 Fahrer in Deutschland.